Gute User Experience ist gut fürs Geschäft

Im digitalen Marketing und im E-Commerce wurde die Bedeutung der User Experience (oder kurz UX) schon früh erkannt. Kein Wunder, schlagen sich eine gut durchdachte grafische Benutzeroberfläche und die einfache Bedienung eines Online-Shops sofort messbar in den Zahlen nieder – im Umsatz, in den Downloads von Informationsmaterial oder was auch immer man als messbare Größe definieren mag.
 
Im Software-Bereich spielt UX oft noch eine untergeordnete Rolle. Lange Zeit sahen Software-Entwickler, in den Anfangsjahren oft Techniker und Administratoren, die Benutzerführung wohl mehr als „Wohlfühlfaktor“, als verzichtbares „Bling-bling“ und notwendiges Übel, damit die Funktionen einer Software gesteuert werden können. Die Magie – so die Annahme – lag in dem, was im Hintergrund passierte und nicht in dem, was der Benutzer sieht. 
 
Das gilt besonders für den Bereich der „Enterprise-Software“, der Sparte von Software, mit der Unternehmen ihre lebenswichtigen Abläufe steuern – ERP, CRM, Workflow-Systeme, Lösungen für das Dokumentenmanagement und vieles mehr. Auch ein MIS wie Keyline gehört in diese Sparte (wir hadern immer damit, Keyline als Management Information System zu bezeichnen, geht es doch als Applikation für die ganzheitliche Steuerung von Druckbetrieben deutlich darüber hinaus – aber das führt an dieser Stelle zu weit).

Doch warum spielt die User Experience heutzutage eine immer wichtigere Rolle und warum glauben wir daran, dass ein gutes User Interface nicht nur Produktivität steigert, sondern ein entscheidender Faktor für die Weiterentwicklung von Unternehmen ist?  

Produktivität steigt, Trainingsaufwand sinkt

Bei der Entwicklung von Keyline haben wir seit der ersten Codezeile auf eine selbsterklärende und saubere Benutzerführung geachtet – und das nicht ohne betriebswirtschaftlichen Hintergrund. 

Die Unternehmensberatung Deloitte hat vor einiger Zeit Erfolgszahlen eines ERP-Projekts bei einem ihrer Kunden veröffentlicht. Durch die Berücksichtigung von User Experience-Prinzipien konnte dort die Produktivität des Teams um 300 Prozent gesteigert und der Trainingsaufwand um 55 Prozent gesenkt werden. 
 
Deloitte schrieb dazu: „Die Benutzerfreundlichkeit fördert die Akzeptanz, und die Benutzerakzeptanz ist ein wichtiger erster Schritt, um den Wert von Investitionen in Unternehmenssysteme auszuschöpfen“. Oder anders gesagt: Sind die Mitarbeiter durch die Bedienung von schlechter Software überfordert oder frustriert, schlägt sich dies negativ im Ergebnis nieder. 

Unternehmenssoftware ist eine große UX-Herausforderung

Trotzdem sind Enterprise Applikationen in Sachen User Experience immer noch Brachland. Mitarbeiter müssen sich oft mit überladenen und überkomplexen Oberflächen herumschlagen und sind oft gezwungen, „Work Arounds“ zu finden, um ihre Arbeit erledigen zu können. 

So haben nach einer Studie der Analysten von Forrester 75 Prozent der Mitarbeiter Schwierigkeiten beim Zugriff auf Informationen in ihren Unternehmenssystemen und Anwendungen, 62 Prozent müssen sich gar beim Zugriff auf Unternehmensdaten auf andere verlassen.

Zugegeben, die Entwicklung von Bedienkonzepten für Enterprise Software ist eine große Herausforderung für UX-Designer – schließlich geht es um meist um große Datenmengen, unterschiedlichste Informationen und komplexe Prozesse, die zur richtigen Zeit in der richtigen Form aufbereitet werden müssen. Aber die Investition lohnt sich! 

Internet-Größen machen es vor

Die Gestaltung einer Benutzeroberfläche (auch als „Frontend“ bezeichnet) geht weit über die schöne Aufbereitung von Daten, Buttons und Texten hinaus. Es gilt immer zu bedenken, wie die Nutzer mit der Software arbeiten werden, in welcher Situation sie sich gerade befinden werden und was ihre Bedürfnisse und Anforderungen in diesem Moment sein werden.
 
Dabei können Software-Entwickler von den großen Consumer-orientierten Internet-Angeboten lernen: Eine gute UX entscheidet maßgeblich über Erfolg und Misserfolg dieser Plattformen. Und warum sollten Mitarbeiter nicht in der Software an ihrem Arbeitsplatz die gleichen Konzepte wiederfinden wie zuhause auf der Couch bei der Navigation durch Facebook, Google & Co? Wir erinnern uns: Akzeptanz bringt Ertrag! 

Warum ist eine gute UX so schwer?

Viele Enterprise-Applikationen behindern eher die reibungslose Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als dass sie sie unterstützen. Ein Grund dafür ist der Drang vieler Entwickler, möglichst viel Funktionalität in das Programm zu packen. Viel hilft viel, oder nicht? Gerade klassische Softwarehäuser tendieren gern dazu, ihre Lösungen zu 'eierlegenden Wollmilchsäuen' auszubauen, um alle Anforderungen abbilden zu können. Aber genau das führt in aller Regel zu schwer bedienbaren und unflexiblen Software-Kolossen, die zudem kaum mehr warten sind.
 
Wir gehen einen anderen Weg. Wir sagen oft „Nein“, wir hinterfragen Kundenwünsche kritisch und haben stets das große Ganze im Blick. Welche Auswirkung hat eine Änderung hier, gibt es Möglichkeiten den kompletten Prozess zu vereinfachen? 

Durch diese Überlegungen und die Fokussierung auf eine durchdachte Oberfläche schafft es Keyline, schlank, sexy und dennoch leistungsfähig zu sein. Aufgaben, die über das Kerngeschäft von Keyline hinaus gehen, lagern wir über offene Schnittstellen in darauf spezialisierte Softwarelösungen aus. Dabei hat Keyline immer „den Daumen drauf“, weiß immer, was läuft.

Natürlich müssen die Systeme miteinander kommunizieren können – aber das ist dank der Unterstützung offener Technologiestandards unkompliziert und „State-of-the-Art“. Zudem bieten wir für immer mehr Applikationen über unseren AppStore direkt einsatzbereite Apps an, die mit wenigen Mausklicks integriert werden können.

Wir haben UX im Blut

Wir sind davon überzeugt, dass gute Software Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie ein digitaler Mentor im Hintergrund dabei unterstützen muss, ihr Geschäft auszubauen und weiter erfolgreich zu sein. Die Software soll allgegenwärtig sein, am besten, ohne dass man sie bewusst bemerkt. Sie muss sich dank durchdachter, einfacher Bedienung sofort erschließen – das ist eine tragende Säule unserer Produktphilosophie und wird es auch immer bleiben.

Das ist der richtige Kurs

Dass wir in dieser Hinsicht auf dem richtigen Kurs sind, zeigt ein Statement von Wolfgang Bangert, Geschäftsführer der Bechtel Druckmanufaktur bei Stuttgart: „Wir wurden an einem Vormittag online in Keyline eingewiesen und konnten noch am gleichen Tag ohne Unterstützung eine Broschüre kalkulieren.“